
Aktualisiert: 20.12.2025


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Ob man nun einen Wohnwagen oder einen Pferdeanhänger ziehen möchte, grundsätzlich gilt: Je größer und schwerer das Zugfahrzeug, umso mehr Anhängelast kann es ziehen.
Bei einem BMW iX kann beispielsweise bis zu 2500 Kilogramm angehangen werden, was für größere Anhänger ausreichen sollte. Im Gegensatz dazu besteht beim Renault Zoe keine Möglichkeit ab Werk eine Anhängerkupplung anbauen zu lassen.
Als Orientierungshilfe gilt:
Pferdeanhänger gibt es in verschiedenen Variationen und Gewichtsklassen. Dabei wiegt ein leerer Anhänger für zwei Pferde zwischen 600 und 800 Kilogramm. Wenn man dann noch zwei Pferde mit einem durchschnittlichen Gewicht von 650 Kilogramm dazu rechnet, kommt man auf eine Mindest-Anhängelast von etwa zwei Tonnen.
Natürlich gibt es auch Pferdeanhänger, die ein höheres Leergewicht aufweisen und Pferde, die mehr wiegen. Es ist aber genauso möglich, dass man eine geringere Last ziehen möchte.
Aus diesem Grund sollte man die Situation individuell beurteilen und vor der Anschaffung eines Elektroautos die notwendige Anhängelast des Fahrzeuges ausrechnen.
Das Ziehen eines Pferdeanhängers stellt besondere Ansprüche, vor allem an ein Elektroauto dar.
Da diese meistens schwer und sperrig sind, zerren sie stark an der Reichweite des E-Autos. Zudem sollte genug Platz vorhanden sein, um Reitutensilien und diverses Zubehör mit transportieren zu können.
Aus diesem Grund sollte man auf folgende Punkte achten:
Pferdeanhänger sind zwar über die Kfz-Versicherung des Zugfahrzeugs versichert, jedoch, nur wenn ausschließlich Pferde transportiert werden und der Hänger an ein Fahrzeug angekoppelt ist.
Stellt man den Anhänger abgekoppelt neben das Zugfahrzeug, wie beispielsweise beim Laden, so greift die Kfz-Versicherung nicht. Für diese Fälle ist eine Zusatzversicherung notwendig.
Der ADAC unternahm ein Reichweitentest mit einem Elektroauto (Kia EV6) und einem Wohnwagen. Dabei ging hervor, dass man etwa die Hälfte der Reichweite einbüßt.
Zu den Faktoren, welche den Mehrverbrauch beeinflussen, gehören:
Dazu schreibt der ADAC „Im Grunde ist das nicht anders als beim Verbrennungsmotor, nur fällt das beim E-Auto aufgrund der kürzeren Reichweite und längeren Ladedauer je nach Fahrstrecke stärker ins Gewicht.“
Man kam zu dem Ergebnis, dass gut 80 Prozent Mehrverbrauch entstand.
| Modell | Anhängelast (gebremst) | Akkugröße (Netto) | WLTP Reichweite | Max. Ladeleistung | Einstiegspreis (ca.) |
|---|---|---|---|---|---|
| BMW iX xDrive50 | 2.500 kg | 105,2 kWh | bis 633 km | 195 kW | ab 107.900 € |
| Kia EV9 AWD GT-Line | 2.500 kg | 99,8 kWh | bis 505 km | 210 kW (800V) | ab 76.490 € |
| Audi Q6 e-tron quattro | 2.400 kg | 94,9 kWh | bis 625 km | 270 kW (800V) | ab 74.700 € |
| Tesla Model X | 2.300 kg | ~95 kWh | bis 649 km | 250 kW | ab 115.970 € |
| Volvo EX90 Twin Motor | 2.200 kg | 107 kWh | bis 585 km | 250 kW | ab 83.700 € |
| Modell | Anhängelast (gebremst) | Akkugröße (Netto) | Marktstart / Reichweite | Kommentar / Preis |
|---|---|---|---|---|
| Ford F-150 Lightning | ca. 3.500 – 4.500 kg* | 98-131 kWh | bis 515 km (EPA) | Import (ab ca. 80k €) |
| Range Rover Electric | erwartet >2.5t | Unbekannt | 2026 | Wird wohl der neue „Zug-König“, 3.5t möglich |
| Lotus Eletre | 2.250 kg | 112 kWh | Bereits da | Sportliche Exoten-Alternative |
| Polestar 3 | 2.200 kg | 111 kWh | Bereits da | Sportlich, teuer, aber gut |
| Porsche Macan Electric | 2.000 kg* | 100 kWh | Bereits da | *2.500 kg für spätere Modelljahre erwartet |
| BMW i7 xDrive60 | 2.000 kg | 101,7 kWh | Bereits da | Luxusliner mit guter Zugkraft |
| NIO EL8 | 2.000 kg | 75 / 100 kWh | Bereits da | 6-Sitzer mit Akku-Wechsel-Option |
| NIO ET7 | 2.000 kg | 75 / 100 kWh | Bereits da | Limousine mit 2 Tonnen Anhängelast |
| Polestar 4 (Dual Motor) | 2.000 kg | 100 kWh | Bereits da | Ohne Heckscheibe, nur mit Kamera |
| Zeekr 001 (AWD) | 2.000 kg | 100 kWh | Bereits da | Viel Platz, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis |
Wenn man sich den Elektroauto-Markt anschaut, so stellt man schnell fest, dass die höherpreisigen E-Autos die größte Anhängelast besitzen. Aus diesem Grund sollte man sich schon vorab über die Notwendigkeit einer hohen Anhängelast Gedanken gemacht haben.
Durch die stetige Weiterentwicklung der Batterie-Technik in der Automobilbranche ist es mittlerweile ohne weiteres möglich, mit einem größeren Anhänger und einem E-Auto zu verreisen.
Mit ein wenig Planung und vorausschauendem Fahren ist auch hier ein komfortables Reisen möglich. Man sollte nur beachten, dass nicht alle öffentliche Ladestationen die Möglichkeit bieten, das Auto im Anhängerbetrieb zu laden. In manchen Fällen muss man den Hänger abkoppeln und daneben abstellen. Was bei Pferdeanhängern in der Umsetzung etwas schwierig ist.
Viele Ladeparkbetreiber haben mittlerweile auf das Problem reagiert und bieten separate Lademöglichkeiten für Gespanne an.
Beispiele für entsprechende Schnellladeparks von EnBW, die ein Laden für Gespanne ermöglichen, sind die Standorte in Kamen, Weinsberg, Petersberg und Zwickau.
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Für zwei Großpferde wird in der Praxis meist ein Zugfahrzeug mit mindestens 2.000 kg gebremster Anhängelast empfohlen (besser 2.200–2.500 kg, je nach Anhänger/Beladung). Autos wie der Kia EV9 oder BMW iX (2,5t) schaffen das problemlos.
Je nach zulässigem Gesamtgewicht des Gespanns kann BE (oder höher) nötig sein. Das ist bei schweren E‑SUVs ein häufiger Stolperstein.
Ansonsten können und dürfen E-Autos problemlos alle Varianten von Anhängern ziehen. Hier sind nur die technischen Voraussetzungen entscheidend, wie zum Beispiel die Anhängelast.
Nein, solange du innerhalb der freigegebenen Werte (Anhängelast, Stützlast, Achslasten) bleibst und die AHK korrekt freigegeben/abgenommen ist, ist das im Normalfall unkritisch – bei Unsicherheit kurz Hersteller/Versicherung fragen.
Ja, das Ziehen eines Anhängers beeinflusst den Energieverbrauch Deines E-Autos und somit auch die Reichweite.
Durch das höhere Gesamtgewicht, sowie durch die schlechtere Aerodynamik kann man davon ausgehen, dass sich die Reichweite halbieren könnte.
Ein Test vom ADAC ergab, dass der Verbrauch eines Elektroautos durch das Ziehen eines Pferdeanhängers um 83 Prozent ansteigt.
Am einfachsten sind Durchfahrts-Ladeplätze (Drive-through) oder Ladeparks mit viel Rangierfläche. In Apps helfen Standortfotos und Hinweise anderer Nutzer.
Entscheidend sind gebremste Anhängelast und zGG von Auto + Anhänger (plus Stützlast). Vor dem Kauf immer die Werte im Fahrzeugschein/CoC und am Anhänger prüfen.
Nicht zwingend, aber viele Modelle haben die höchste Anhängelast nur als AWD-Version. Außerdem hilft AWD beim Anfahren auf nassem Gras, Matsch oder Schotter.
Viele E-Autos bieten nur 75 kg Stützlast. Ein real 2 Tonnen schwerer Pferdeanhänger benötigt gesetzlich jedoch mindestens 4% Stützlast (= 80 kg). Das Gespann wäre somit illegal, selbst wenn die Zuglast reichen würde.
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