Pferdeanhänger mit E-Auto ziehen: 5 Modelle ab 2t Zuglast (Reichweite & Kosten)

Aktualisiert: 20.12.2025

Wer einen Pferdeanhänger zieht, braucht vor allem eines: Leistung und eine hohe Anhängelast. Lange Zeit war die Auswahl an Elektroautos, die schwere Anhänger (2 Tonnen und mehr) ziehen konnten, sehr begrenzt. Doch das Jahr 2025 markiert einen Wendepunkt.
 
Eine neue Generation von elektrischen „Zugpferden“ ist auf dem Markt, die nicht nur die nötige Kraft mitbringen, sondern auch akzeptable Reichweiten im Hängerbetrieb bieten. In diesem aktualisierten Ratgeber zeigen wir die besten Modelle für den Reitsport, worauf du beim Kauf achten musst und wie du bequem mit Anhänger laden kannst.
BMW_iX_mit_Pferdeanhaenger
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Was dich hier erwartet:

Top 5 E-Autos für Pferdeanhänger über 2.000kg

Hier sind die aktuellen Favoriten, wenn es um das Ziehen von schweren Pferdeanhängern (bis 2.500 kg) geht:
  1. Kia EV9 – Der Preis-Leistungs-Sieger
  2. BMW iX – Der Komfort-König
  3. Audi Q6 e-tron – Der neue Allrounder
  4. Volvo EX90 – Das Sicherheits-Festung
  5. Tesla Model X – Der Klassiker mit Flügeltüren

Die Modelle im Detail

Kia EV9: Der Riese aus Korea

Der Kia EV9 ist eine echte Überraschung. Mit bis zu 2,5 Tonnen Anhängelast zieht er gleichauf mit dem BMW iX, kostet aber deutlich weniger. Dank 800-Volt-Technik lädt er auch extrem schnell nach – wichtig für Gespann-Reisen. Das kantige Design bietet zudem riesigen Stauraum für Sattel und Zaumzeug.
  • Pferde-Pro: Dank serienmäßigem V2L (Vehicle-to-Load) gibt es Strom für Schermaschinen oder den Wasserkocher direkt aus der Ladebuchse – perfekt für Turniere ohne Stromanschluss.

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BMW iX: Souveränität pur

Wer maximalen Komfort sucht, landet beim BMW iX. Er war eines der ersten E-Autos mit 2,5 Tonnen Anhängelast und bietet ein extrem ruhiges Fahrverhalten, was besonders beim Transport von nervösen Pferden von Vorteil ist.
  • Pferde-Pro: Der optionale Trailer Assistant übernimmt das Lenken beim Rückwärtsfahren mit Anhänger. Sie geben nur Gas und Bremse vor – das Auto erledigt den Rest.

 

Audi Q6 e-tron: Technik-Vorreiter

Der neue Audi Q6 e-tron bringt Premium-Feeling in die Mittelklasse. Mit 2.400 kg Anhängelast ist er bestens für Doppel-Pferdeanhänger geeignet. Seine Stärke ist die Ladeperformance: In nur 10 Minuten lassen sich bis zu 255 km Reichweite nachladen.
  • Pferde-Pro: Die hochauflösenden Umgebungskameras und der Rangierassistent machen das Ankuppeln zentimetergenau möglich, ohne fremde Hilfe.

 

Volvo EX90: Die Sicherheits-Festung

Der Nachfolger des beliebten XC90 setzt neue Maßstäbe bei der Sicherheit. Mit Lidar-Sensoren und massiver Bauweise ist er der „Panzer“ unter den E-SUVs.
  • Pferde-Pro: Die serienmäßige Luftfederung ermöglicht ein Absenken des Hecks für kinderleichtes Ankuppeln. Zudem erkennt das Auto den Anhänger und passt die Assistenzsysteme (z.B. Totwinkel-Warner für Gespanne) entsprechend an.

 

Tesla Model X: Der Klassiker

Das Tesla Model X ist nach wie vor ein Zugkraft-Monster (2.300 kg). Die elektrische Reichweite und das Supercharger-Netzwerk sind ungeschlagen.
  • Pferde-Pro: Die Falcon-Wing-Türen hinten erlauben den extrem bequemen Zugriff auf Rückbank und Equipment, selbst in engen Parklücken. Zudem ist die Software (Kameramodus, Navigation mit Hänger) top.
 
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Welche Anhängelast sollte mein Auto ziehen können?

Ob man nun einen Wohnwagen oder einen Pferdeanhänger ziehen möchte, grundsätzlich gilt: Je größer und schwerer das Zugfahrzeug, umso mehr Anhängelast kann es ziehen. 

Bei einem BMW iX kann beispielsweise bis zu 2500 Kilogramm angehangen werden, was für größere Anhänger ausreichen sollte. Im Gegensatz dazu besteht beim Renault Zoe keine Möglichkeit ab Werk eine Anhängerkupplung anbauen zu lassen.

 

Als Orientierungshilfe gilt:

Pferdeanhänger gibt es in verschiedenen Variationen und Gewichtsklassen. Dabei wiegt ein leerer Anhänger für zwei Pferde zwischen 600 und 800 Kilogramm. Wenn man dann noch zwei Pferde mit einem durchschnittlichen Gewicht von 650 Kilogramm dazu rechnet, kommt man auf eine Mindest-Anhängelast von etwa zwei Tonnen.

Natürlich gibt es auch Pferdeanhänger, die ein höheres Leergewicht aufweisen und Pferde, die mehr wiegen. Es ist aber genauso möglich, dass man eine geringere Last ziehen möchte. 

Aus diesem Grund sollte man die Situation individuell beurteilen und vor der Anschaffung eines Elektroautos die notwendige Anhängelast des Fahrzeuges ausrechnen.

Welche Anforderungen muss ein Zugfahrzeug für Pferdeanhänger bewältigen?

Das Ziehen eines Pferdeanhängers stellt besondere Ansprüche, vor allem an ein Elektroauto dar. 

Da diese meistens schwer und sperrig sind, zerren sie stark an der Reichweite des E-Autos. Zudem sollte genug Platz vorhanden sein, um Reitutensilien und diverses Zubehör mit transportieren zu können.

Aus diesem Grund sollte man auf folgende Punkte achten:

  • SUVs und Pick-ups bieten viel Platz, um diverses Zubehör im Kofferraum transportieren zu können
  • Allradantrieb für besseres Vorankommen ist empfehlenswert (da hohes Gesamtgewicht)
  • größere Akkukapazität und somit höhere Reichweite
  • Elektroauto mit hoher Ladeleistung am Schnelllader wählen, damit die Ladepause kurz ausfällt
  • zulässige Stütz- und Anhängelast beachten
 

Pferdeanhänger sind zwar über die Kfz-Versicherung des Zugfahrzeugs versichert, jedoch, nur wenn ausschließlich Pferde transportiert werden und der Hänger an ein Fahrzeug angekoppelt ist.

Stellt man den Anhänger abgekoppelt neben das Zugfahrzeug, wie beispielsweise beim Laden, so greift die Kfz-Versicherung nicht. Für diese Fälle ist eine Zusatzversicherung notwendig.

Pferdeanhänger mit E-Auto ziehen = halbe Reichweite

Der ADAC unternahm ein Reichweitentest mit einem Elektroauto (Kia EV6) und einem Wohnwagen. Dabei ging hervor, dass man etwa die Hälfte der Reichweite einbüßt.

Zu den Faktoren, welche den Mehrverbrauch beeinflussen, gehören: 

  • Gewicht des Gespanns
  • Windwiderstand des Anhängers
  • Fahrstil
 

Dazu schreibt der ADAC „Im Grunde ist das nicht anders als beim Verbrennungsmotor, nur fällt das beim E-Auto aufgrund der kürzeren Reichweite und längeren Ladedauer je nach Fahrstrecke stärker ins Gewicht.“

Man kam zu dem Ergebnis, dass gut 80 Prozent Mehrverbrauch entstand.

Laden mit Anhänger (Drive-Through)

Das größte Ärgernis für Gespann-Fahrer war lange das Abkoppeln zum Laden. Glücklicherweise bauen Anbieter wie EnBWFastned und Tesla immer mehr „Durchfahrts-Ladeplätze“ (Drive-Through).
 
Tipp: Achte in Lade-Apps auf Fotos der Stationen oder Filteroptionen für „Anhängerfreundlich“.
 

Top 5 E-Autos für Pferdeanhänger über 2.000kg

ModellAnhängelast (gebremst)Akkugröße (Netto)WLTP ReichweiteMax. LadeleistungEinstiegspreis (ca.)
BMW iX xDrive502.500 kg105,2 kWhbis 633 km195 kWab 107.900 €
Kia EV9 AWD GT-Line2.500 kg99,8 kWhbis 505 km210 kW (800V)ab 76.490 €
Audi Q6 e-tron quattro2.400 kg94,9 kWhbis 625 km270 kW (800V)ab 74.700 €
Tesla Model X2.300 kg~95 kWhbis 649 km250 kWab 115.970 €
Volvo EX90 Twin Motor2.200 kg107 kWhbis 585 km250 kWab 83.700 €

Weitere interessante Zugfahrzeuge & Ausblick

ModellAnhängelast (gebremst)Akkugröße (Netto)Marktstart / ReichweiteKommentar / Preis
Ford F-150 Lightningca. 3.500 – 4.500 kg*98-131 kWhbis 515 km (EPA)Import (ab ca. 80k €)
Range Rover Electricerwartet >2.5tUnbekannt2026Wird wohl der neue „Zug-König“, 3.5t möglich
Lotus Eletre2.250 kg112 kWhBereits daSportliche Exoten-Alternative
Polestar 32.200 kg111 kWhBereits daSportlich, teuer, aber gut
Porsche Macan Electric2.000 kg*100 kWhBereits da*2.500 kg für spätere Modelljahre erwartet
BMW i7 xDrive602.000 kg101,7 kWhBereits daLuxusliner mit guter Zugkraft
NIO EL82.000 kg75 / 100 kWhBereits da6-Sitzer mit Akku-Wechsel-Option
NIO ET72.000 kg75 / 100 kWhBereits daLimousine mit 2 Tonnen Anhängelast
Polestar 4 (Dual Motor)2.000 kg100 kWhBereits daOhne Heckscheibe, nur mit Kamera
Zeekr 001 (AWD)2.000 kg100 kWhBereits daViel Platz, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
*Werte können je nach Ausstattung abweichen.

Wenn man sich den Elektroauto-Markt anschaut, so stellt man schnell fest, dass die höherpreisigen E-Autos die größte Anhängelast besitzen. Aus diesem Grund sollte man sich schon vorab über die Notwendigkeit einer hohen Anhängelast Gedanken gemacht haben.

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Besondere Herausforderungen für Reiter

Rangieren leicht gemacht: Assistenten & Kameras

Wer schon einmal versucht hat, einen breiten Pferdeanhänger auf einem engen Hof zu wenden, weiß technische Helfer zu schätzen.
  • Anhänger-Assistenten: Modelle wie der BMW iX oder Audi Q7/Q8 (und Q6) bieten Systeme, die das „verkehrte“ Lenken beim Rückwärtsfahren übernehmen.
  • Kameras: Ein absolutes Muss ist eine gute Rückfahrkamera mit „Ankuppel-Modus“ (Zoom auf den Kugelkopf). Tesla, Volvo (360°) und Audi bieten hier gestochen scharfe Bilder, die das Ankuppeln zum Kinderspiel machen – keine eingedrückten Stoßstangen mehr!

 

Strom an der Koppel: Vehicle-to-Load (V2L)

Ein Gamechanger für Reiter ist die Vehicle-to-Load (V2L) Funktion, wie sie z.B. Kia (EV9) und Hyundai bieten.
Über einen Adapter am Ladeport liefert das Auto 230V Haushaltsstrom.
  • Einsatzgebiete: Betrieb von Schermaschinen direkt am Paddock, Staubsaugen des Hängers, oder Kaffee/Kühlbox auf dem Turnierplatz, wenn weit und breit keine Steckdose ist.

 

Offroad & Matsch

Pferdeanhänger stehen oft auf nassen Wiesen oder matschigen Parkplätzen.
  • Tipp: Achten Sie auf Luftfederung (z.B. Volvo EX90, BMW iX, Audi Q6 optional). Sie erlaubt nicht nur das Absenken des Hecks zum leichteren Beladen/Ankuppeln, sondern kann das Auto im „Offroad-Modus“ auch anheben, um sich nicht im Matsch festzufahren. Allradantrieb ist in dieser Klasse ohnehin fast immer Standard.

Fazit: Das Angebot an Elektroautos mit Anhängerkupplung und ausreichend Power steigt

Durch die stetige Weiterentwicklung der Batterie-Technik in der Automobilbranche ist es mittlerweile ohne weiteres möglich, mit einem größeren Anhänger und einem E-Auto zu verreisen.  

Mit ein wenig Planung und vorausschauendem Fahren ist auch hier ein komfortables Reisen möglich. Man sollte nur beachten, dass nicht alle öffentliche Ladestationen die Möglichkeit bieten, das Auto im Anhängerbetrieb zu laden. In manchen Fällen muss man den Hänger abkoppeln und daneben abstellen. Was bei Pferdeanhängern in der Umsetzung etwas schwierig ist. 

Viele Ladeparkbetreiber haben mittlerweile auf das Problem reagiert und bieten separate Lademöglichkeiten für Gespanne an.

Beispiele für entsprechende Schnellladeparks von EnBW, die ein Laden für Gespanne ermöglichen, sind die Standorte in Kamen, Weinsberg, Petersberg und Zwickau.

Beispielvideos

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Häufige Fragen

Für zwei Großpferde wird in der Praxis meist ein Zugfahrzeug mit mindestens 2.000 kg gebremster Anhängelast empfohlen (besser 2.200–2.500 kg, je nach Anhänger/Beladung). Autos wie der Kia EV9 oder BMW iX (2,5t) schaffen das problemlos.

Je nach zulässigem Gesamtgewicht des Gespanns kann BE (oder höher) nötig sein. Das ist bei schweren E‑SUVs ein häufiger Stolperstein.

Ansonsten können und dürfen E-Autos problemlos alle Varianten von Anhängern ziehen. Hier sind nur die technischen Voraussetzungen entscheidend, wie zum Beispiel die Anhängelast.

Nein, solange du innerhalb der freigegebenen Werte (Anhängelast, Stützlast, Achslasten) bleibst und die AHK korrekt freigegeben/abgenommen ist, ist das im Normalfall unkritisch – bei Unsicherheit kurz Hersteller/Versicherung fragen.

Ja, das Ziehen eines Anhängers beeinflusst den Energieverbrauch Deines E-Autos und somit auch die Reichweite.

Durch das höhere Gesamtgewicht, sowie durch die schlechtere Aerodynamik kann man davon ausgehen, dass sich die Reichweite halbieren könnte.

Ein Test vom ADAC ergab, dass der Verbrauch eines Elektroautos durch das Ziehen eines Pferdeanhängers um 83 Prozent ansteigt.

Hier kommst Du zum ADAC Test.

  • höherer Luftwiderstand
  • höheres Gesamtgewicht
  • Größe des Anhängers
  • Geschwindigkeit

Am einfachsten sind Durchfahrts-Ladeplätze (Drive-through) oder Ladeparks mit viel Rangierfläche. In Apps helfen Standortfotos und Hinweise anderer Nutzer.

Entscheidend sind gebremste Anhängelast und zGG von Auto + Anhänger (plus Stützlast). Vor dem Kauf immer die Werte im Fahrzeugschein/CoC und am Anhänger prüfen.

Nicht zwingend, aber viele Modelle haben die höchste Anhängelast nur als AWD-Version. Außerdem hilft AWD beim Anfahren auf nassem Gras, Matsch oder Schotter.

Viele E-Autos bieten nur 75 kg Stützlast. Ein real 2 Tonnen schwerer Pferdeanhänger benötigt gesetzlich jedoch mindestens 4% Stützlast (= 80 kg). Das Gespann wäre somit illegal, selbst wenn die Zuglast reichen würde.

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